Chronik

Die Löschgruppe Hüllhorst hat im Rahmen ihres 100-jährigen Jubiläums eine umfassende und hochwertige Chronik erstellt. In Hardcover-Ausführung wird auf 106 Seiten nicht nur die spannende Geschichte der Löschgruppe erzählt, sondern auch ein aktuelles Bild beschrieben, was die Löschgruppe in ihrem Jubiläumsjahr 2010 auszeichnet.


Die Chronik kann zum Preis von 14,95 EUR zzgl. 3,00 EUR Porto und Verpackung per Mail bestellt werden.


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Ferner kann die Chronik auch in der Buchhandlung Hüllhorst, Hauptstraße 24 erworben werden.


Eine Leseprobe können Sie sich hier ansehen.

 

 

 

 

Einen allgemeinen Überblick zum Werdegang der Löschgruppe Hüllhorst erhalten sie im folgenden Text:

 

Historie der Löschgruppe Hüllhorst 

Gründungsdatum der Freiwilligen  Feuerwehr Hüllhorst am 15.11.1910. Gründungsmitglieder waren insgesamt 25 Männer aus Hüllhorst und Ahlsen.

Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits eine Pflichtfeuerwehr, in der jeder männliche Einwohner zwischen 18 und 50 Jahren dienstverpflichtet werden konnte. Dieser unfreiwillige Spritzenverband war zuständig für die damaligen selbstständigen Gemeinden Hüllhorst, Ahlsen-Reineberg und Büttendorf.

Die Gründung einer zusätzlichen Freiwilligen Feuerwehr (FF) war vom Idealismus der damaligen Kameraden getragen, den Brandschutz im Dorf zu verbessern und die Schlagkraft zu erhöhen.

Zunächst gab es kaum Unterstützung, die Ausrüstung und Uniformen wurden aus Eigenmitteln bezahlt und einem Antrag der FF, die vorhandene Handdruckspritze der Pflichtfeuerwehr der FF zu überlassen, wurde abgelehnt.


1913 kaufte sich die FF dann überwiegend aus eigenen Mitteln eine eigene Handdruckspritze für damals 920 Mark.

Der erste Weltkrieg war der erste große Rückschlag für die junge Feuerwehr Hüllhorst. Viele Kameraden fielen im Krieg und die Wirtschaftskrise führte dazu, dass die junge Wehr ihre aufgenommen Kredite für die selbst gekaufte Handdruckspritze nicht mehr bezahlen konnten. Auch der erste Hauptmann Heinrich Poggemöller, genannt Heinrich Göking, aus Ahlsen ließ im ersten Weltkrieg im jungen Alter von 26 Jahren sein Leben.

Zu Zeiten der Weimarer Republik wurde die Freiwillige Feuerwehr Hüllhorst von Karl Rehfeld sen. geführt, der von Beruf berittener Gendarm gewesen ist, vergleichbar einem heutigen Polizeibezirksbeamten. Disziplin, Ordnung und militärischer Einfluss haben die damalige Feuerwehr besonders ausgezeichnet. Die Einsätze zu der Zeit waren ausschließlich Brände in damals überwiegend landwirtschaftlichen Gebäuden, die fast immer komplett in Schutt und Asche fielen.

Die Machtergreifung der Nazis im dritten Reich hatte auch unmittelbare Auswirkungen auf die Feuerwehr Hüllhorst. Die Eigenständigkeit wurde aufgehoben, das Mitbestimmungsrecht der Kameraden wurde stark eingeschränkt und das Führerprinzip auch für die Feuerwehr Hüllhorst eingeführt. Alle wichtigen Entscheidungen konnten nur noch mit Zustimmung der entsprechenden Funktionäre der örtlichen nationalsozialistischen Partei getroffen werden.

Nach dem zweiten Weltkrieg stand die Feuerwehr Hüllhorst erneut vor einem Neuanfang. Hüllhorster wie beispielsweise Erich Bökenkröger, Heinz Theilig oder der damalige Brandmeister Karl Lücking bauten die Löschgruppe Hüllhorst wieder auf und das Wirtschaftswunder wirkte sich auch auf die Feuerwehr aus. 1951 wurde das neue Gerätehaus in der heutigen Straße Lohbrede bezogen und neben den Einsätzen standen auch Ausflüge und Feierlichkeiten im Mittelpunkt des Vereinslebens. Allen älteren Einwohnern von Hüllhorst ist sicherlich noch das jährlich im Nachtigallental stattgefundene Feuerwehrfest in Erinnerung, welches neben dem Sängerfest die gesellschaftlichen Höhepunkte in Hüllhorst waren.

Ende der siebziger Jahre war die Löschgruppe Hüllhorst eine eingeschworene Truppe aus gut 20 Kameraden. Es war aber schwierig neue Männer für die Arbeit zu begeistern und so wurde 1980 die Jugendfeuerwehr Hüllhorst gegründet, die sich bis heute als Erfolgsgeschichte bewährt hat.

Seit 1984 verfügt die Löschgruppe Hüllhorst über ein Feuerwehrgerätehaus im Hüllhorster Industriegebiet. So wurde es endlich möglich, in den neuen Räumlichkeiten insbesondere der Ausbildung einen neuen Stellenwert zu geben, der bisher nicht möglich war. 1985 wurde die Rettungsschere Hüllhorst in Dienst gestellt, die damals in dieser Konzeption die erste im Altkreis Lübbecke war, die ausschließlich von freiwilligen Feuerwehrmännern besetzt wurde.

In den neunziger Jahren wurde insbesondere die technische Ausrüstung und die Alarmierung weiter verbessert, die Ausbildung auf neue Inhalte wie beispielsweise die ABC-Gefahrenabwehr erweitert und der Fahrzeugpark erneuert und vergrößert.

Heute ist die Löschgruppe Hüllhorst eine modern ausgerüstete schlagkräftige Feuerwehr mit 36 aktiven Mitglieder, darunter zwei Frauen. Das Durchschnittsalter liegt bei 32 Jahren. Zur Löschgruppe gehört eine Jugendfeuerwehr, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feiern kann. Somit stellt die Löschgruppe Hüllhorst die stärkste Löschgruppe im Gemeindegebiet da. Nachwuchsprobleme gibt es aktuell nicht. Geführt wird die Löschgruppe Hüllhorst seit 1996 von Andreas Henke als zuständigen Löschgruppenführer und Vorsitzenden des Fördervereins. Als Fahrzeuge stehen ein leistungsfähiges Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 24 zur Verfügung sowie ein Vorausrüstwagen, der für die Einsätze bei Verkehrsunfällen vorgesehen ist. Ein Mannschaftstransportfahrzeug rundet den Fahrzeugpark der Löschgruppe Hüllhorst ab. Jährlich sind zwischen 20 und 25 Einsätze der verschiedensten Art zu bewältigen. Die Beseitigung von gefährlichen Wespennestern, Unwettereinsätze, Einsätze bei Verkehrsunfällen bis hin zu Großbränden müssen von den Kameradinnen und Kameraden bewältigt werden.

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